Fasern - Färben, Filzen, Spinnen, Stricken
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Merino-Bambus Mischung


Ich bin immer noch mehr oder weniger krank. Dafür tröstete ich mich mit diesem Kammzug von der Zauberwiese .
Ich habe den Strang noch auf der Haspel und denke, dass das 2-fädige Garn von der Stärke im Sockenwollbereich liegt. Die Lauflänge ermittele ich nach der Wäsche.
Ach, und was ich sensationell fand ;-), ich hatte nach dem Verzwirnen nur einen Meter Singlegarn über.
@ Bettina: Eine super Waschanleitung findest du bei Dorothea Fischer. Sie erklärt genau, wozu die Wäsche nötig ist. Ich habe eine Mühlenhaspel auf dem Spinnrad. Nach dem Zwirnen läßt man im Idealfall das Garn erstmal auf der Spule ruhen, damit sich der Drall setzen kann. Danach kommt es auf die Haspel, ich binde es immer an 4 Stellen ab, damit es sich beim Waschen nicht verwurstelt und wird gewaschen. Ich habe noch eine zweite Haspel, eine Schirmhaspel. Da das Garn ja in der Länger geschrumpft ist, paßt es nun nicht mehr auf die Haspel des Spinnrads, sondern kommt auf die Schirmhaspel. Die Schirmhaspel kann ich so einstellen, dass sie sich jedem Strang anpaßt. Von der Schirmhaspel wickele ich das Garn zurück auf die Mühlenhaspel und zähle, wieviele Umdrehungen ich brauche. Ich weiß, dass eine Umdrehung auf meiner Mühlenhaspel 125,5 cm hat. Der Rest ist simpler Dreisatz. Ich kenne das Gewicht meines Strangs und bestimme die Lauflänge. Mittels Dreisatz rechne ich aus, welche Lauflänge ich bei 100g Garn hätte. Ich hoffe, das hört sich jetzt nicht zu wirr an :-)

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Türkische Socken in Gewürzfarben

Die türkischen Socken mit dem Namen "Spice Market" sind fertig. Ich finde, dass die Pflanzenfarben in Kombination mit dem "Heart Crook" Muster den Socken einen sehr authentischen Touch geben. Sie wirken wie aus einer anderen Zeit. Sie sind mit magic-cast-on toe-up gestrickt. Der Mustersatz ermöglichte, auf eine nachträglich eingestrickte Ferse zu verzichten.
Die Farben: Tagetes, Zwiebelschale, Robinienspäne, Walnuss, Faulbaumrinde, Krapp und rote Stockrosenblüten
Die Socken sind für die Färberin bestimmt.
Erstmals habe ich den traditionellen "braid stitch" ausprobiert. Allerdings sind bei mir da ein paar Fragen offen geblieben und eventuell wird noch einmal geribbelt. Ich werde gleich an einem Probestück noch einmal üben und dann auch versuchen, meine Fragen zu formulieren.

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Was ist ein Herzgauner?
  Heart crook - so heißt dieses türkische Muster. Aber was bedeutet es? Ein Blick ins Wörterbuch verriet mir, dass crook umgangssprachlich "Gauner" bedeutet. Aber Heart Crook? Wie auch immer, der Herzgauner gefällt mir. Das aktuelle Strickwerk mit dem Projektnamen "Spice Market" hat den Charme eines antiken Kelims. 8 Pflanzenfarben, sieben gefärbt von Jana und eine von mir, kommen aufs Schönste zur Geltung. Ich genieße das Stricken, gemütlich auf dem Sofa sitzend. Clara war heute mit ihrem Papa beim PEKiP und schläft grade. Ich bin nämlich mal wieder, bzw. immer noch krank. Dick geschwollene Lymphknoten am Hals und hinterm Ohr verraten, dass ich meinen HNO-Infekt immer noch nicht losgeworden bin.
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Gestatten - die Stones . . .
. . . die Rolling Stones Die ursprüngliche Idee Stein-Jonglierbälle zu filzen, hat mich doch nicht losgelassen. Und hier sind sie und rollen tun sie auch ;-)

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Bluefaced Leicester Lacetuch

Fertig geworden ist das Lacetuch, oder doch eher der breite Laceschal nach Kattys Anleitung. Das Stricken hat mir viel Spaß gemacht. Das Strickstück fühlt sich traumhaft weich und glatt an. Ich werde es wahrscheinlich meiner Mutter zum Geburtstag schenken.
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Jonglierbälle für Jannis

Kein Besuch bei uns vergeht, ohne dass Jannis meine gefilzten Jonglierbälle in die Hand nimmt. Zu seinem Geburtstag bekommt er nun selbst welche geschenkt. Ich wollte zunächst Bälle in Steinoptik filzen, die mir dann aber doch zu trist für einen Jugendlichen waren. So umwickelte ich die Bälle mit pflanzen- bzw. cochenillefärbten Seidenschnüren. Nach dem Filzen von Hand waren die Bälle genauso, wie ich mir vorgestellt hatte - eine schöne Steinoptik und fest mit dem Untergrund verbundene farbige Seide. Über den Kern aus mit Sand gefülltem Luftballon wickele ich zunächst, wie bei einem Wollknäuel, selbstgesponnene Garnreste. Ich habe dein Eindruck, dass die Bälle dann druckelastischer sind, was für einen Jonglierball ja gut ist. Bei diesen Bällen fiel meine Wahl auf einen überdrehten Strang Steinschafwolle, über den ich Gotlandwolle und Australmerino und etwas Maulbeerseide filzte. Nun nahm das "Verhängnis" seinen Lauf. Da Jonglierbälle öfter mal runter fallen, sollten sie eine Runde in der Waschmaschine vertragen. Ich gönnte ihnen also einen 40°C Waschgang und die Grannenhaare des Steinschaft nutzten ihre Chance, sich durch die schöne glatte Gotlandoberfläche zu arbeiten uns sich über die weiße und bunte Seide zu legen. Die zweite Überraschung: Die rote Seide färbte sich bei der Wäsche in der Maschine mit Ecover lila. Das Filzen von Hand mit Olivenseife hatte keine Farbveränderung bewirkt.
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